Kauf mich nicht – Die Antivermarktungsstrategie der Musikbranche
Verfasst von LastGunman am 10. Dezember, 2007
Die letzte CD, die ich mir gekauft habe, war “Bat Out Of Hell III” von Meat Loaf.
Das ist jetzt auch schon wieder eine Weile her und davor kam lange nichts.
Neulich hörte ich im Radio einen Song vom neuen Album der Eagles. Es riss mich nicht vom Hocker. Man vergleicht ja immer mit den alten Hits, und gegen die hatte das neue Lied einfach keine Chance. Das sagt allerdings ja nichts über das gesamte Album aus.
Nur: Wie will mich die Musikindustrie denn jetzt noch überzeugen? Ich sehe mir keine Musikvideos im Fernsehen an, lese keine CD-Rezensionen – weder in Heften noch im Internet. Was bin ich nur für ein fieser Typ!
Die CD ist also auf dem besten Weg in meinem Kopf in Vergessenheit zu geraten. Die Musikindustrie jammert ja immer über Downloads, und dass die Künstler ja so am Hungertuch nagen (Wahrscheinlich weil die Manager – wie überall - immer das größte Stück vom Kuchen essen). Man könnte also meinen, die Musikindustrie würde mir gerne mal wieder eine CD verkaufen.
Irgendwas machen die also falsch. Gäbe es jetzt eine Möglichkeit, dass ich mir das komplette Album mal anhören könnte. In Ruhe, zu Hause und wann ich will. Aber meistens kriege ich ja nicht mal mit, wenn eine CD erscheint, die mich interessieren könnte. Vielleicht bin ich ja überhaupt keine Zielgruppe mehr, und die wollen mein Geld gar nicht.
Wenn die Techno-Generation in Rente geht, will ich mal sehen, wie man denen Volksmusik andreht. Sicher kein Problem für die Marketinggenies der Musikbranche.


26. April, 2008 um 10:46
[...] Riskiert die Industrie noch etwas für Newcomer?Anscheinend nicht, und das finde ich schade, denn die Musikindustrie hat momentan überhaupt nichts für mich zu bieten. Mal sehen, ob das Vorhaben von formyband.de [...]